Die Geschichte des Christbaumschmucks – Weihnachtsbaumschmucks

Aktuellen Erkenntnissen zufolge hat sich der Weihnachtsbaum aus dem mittelalterlichen Paradiesbaum entwickelt, der immer zu den Paradiesspielen am 24. Januar aufgestellt und neben Äpfeln mit Backwaren und bunten Blüten geschmückt wurde.
Auch die ersten uns bekannten Weihnachtsbäume trugen die identische Form von Schmuck. Später kamen Schlangenfiguren sowie Adam und Eva Figuren zum klassischen Christbaumschmuck dazu.

Wie aus Äpfeln Kugeln wurden…

Erst Mitte des 19. Jahrhunderts kamen uns heute bekannte Sachen wie das industriell gefertigte Lametta und die Glaskugeln hinzu.

Nach den heutigen Erkenntnissen stammen die ersten Christbaumkugeln aus dem Thüringer Wald, wo die dort ansässigen Glasbläser aus der Not eine Tugend machten. Aufgrund fehlender Aufträge – ihre Halsketten aus wachsgefüllten Glasperlen wollten die Damen nicht mehr – experimentierten die findigen Handwerker zunächst mit Glasspielsachen, um dann über diesen Umweg auf die Vorgänger der uns heute bekannten Christbaumkugeln zu kommen.
Im Jahre 1848 wurden die ersten von ihnen zum Verkauf angeboten und lösten schon bald die Äpfel an den Weihnachtsbäumen ab.

Der bis in die heutige Zeit reichende Siegeszug der Christbaumkugeln begann allerdings erst ab dem Jahr 1870, als man damit anfing, den Glanz der Kugeln mittels Silbernitrat herbeizuführen. Bis dahin verwendeten die Glasbläser Zinn und Blei, was gesundheitsschädlich war und außerdem mit den damals zur Verfügung stehenden technischen Mitteln eine Serienfertigung unmöglich machte.

Als die mittlerweile auch in allen Farben erhältlichen Kugeln ab 1880 in die USA exportiert wurden, gab es einen weiteren Auftragsschub für die thüringischen Hersteller. Neben der auf Hochtouren laufenden Massenfertigung wurde auch weiter geforscht und entwickelt. Die Glasbläser formten nun auch verschiedenste Figuren und Formen, wie z.B. Nüsse, Pflaumen oder Vögel. Besondere Kunden erhielten auch einmal ein Präsent in Form eines Engels mit einer Trompete und beweglichen Flügeln.

Die heutige Form des Christbaums kennt man seit Ende des 19. Jahrhunderts, als es sich einbürgerte, Süßigkeiten für die Kinder aufzuhängen. Kerzen wurden bereits schon viel früher als Christbaumschmuck verwendet, so dass man, zusammen mit Lametta und den Christbaumkugeln, getrost von Weihnachtsbäumen heutiger Art sprechen kann.