Geschichte der heiligen Dreikönige

Die heiligen drei Könige Kaspar, Melchior und Balthasar stammen aus dem Morgenland und kamen nach dem Evangelium von Mattheus zur Geburt Jesu. Sie folgten dem Stern und gelangten so zur Grippe des Kindes, vor dem sie niederknieten und beteten. Die Weisen brachten ihm Weihrauch, Gold und Mhyrre als Geschenke. nach einer himmlischen Offenbarung verließen sie das Kind wieder, um dem Zorn des Königs Herodes zu entgehen. Der Legende nach sollen sie danach zu Bischöfen gewiht worden sein und missionarische Erfolge gleistet haben. Kurz danach sterben sie dicht beieinander und werden in einem gemeinsamen Grab beigesetzt.

Das Brauchtum am Tag der heiligen drei Könige

Die Reliquien der heiligen drei Könige wurden bis ins 18. Jahrhundert als Zielpunkt von Wallfahrten angesehen. Heute wird am Dreikönigstag, dem 6. Januar, das Haus von den Sternsängern gesegnet, um es vor Unheil zu schützen. Dabei wird auf den Türrahmen die Jahreszahl geschrieben und die drei Buchstaben C – M – B. Diese stehen nicht wie irrtümlich oft behauptet wird für die Anfangsbuchstaben der Heiligen. Sie sind die Abkürzung für „Christus mansionem benedicat“, das auf deutsch bedeutet „Christus segne dieses Haus“. Die Sternsinger segnen nicht nur das Haus, sondern führen auch einen sogenannten Bettelsack mitsich, in dem sie Spenden für Kinder in der dritten Welt sammeln.

Was bedeuten die Namen der heiligen drei Könige?

Kaspar wird aus dem Persischen abgeleitet und heißt „Schatzmeister“. Melchior stammt aus dem Hebräischen und bedeutet „König des Lichts“. Balthasar wird ebenfalls aus dem Hebräischen übersetzt und bedeutet „Gott wird helfen“. Eine zweite Übersetzung aus dem Altsyrischen wird übersetzt mit „Gott schütze den König“.

Wo liegen die Reliquien der heiligen drei Könige?

Heute können die Reliquien der heiligen drei Könige im Kölner Dom betrachtet werden. Seit der Eroberung Mailands 1162 gehören sie der Stadt. Die gebeine liegen dort in einem goldenen Schrein, der 1164 dafür angefertigt wurde. Seitdem pilgerten Könige, welche die Weisen als Vorbilder sahen, nach ihrer Krönung nach Köln, um vor dem Schrein zu beten.