Information zu der Adventszeit

Ursprünglich war die Adventszeit eine Fastenzeit, welche am 11. Dezember begann und am Heiligen Abend zu Ende war. Die Adventszeit, wie wir es heute kennen, begann im 7. Jahrhundert. Anfangs gab es 6 Adventssonntage, welche später vom Papst Gregor der Große auf 4 gekürzt wurden. Erst 1917 hat die katholische Kirche das Fasten nicht mehr gefordert.

Beginn der Adventssonntage

Der Beginn der Adventssonntage ist unterschiedlich, endet aber spätestens immer mit dem Heiligen Abend, dem 24 Dezember. So kann die Adventszeit zwischen 22 und 28 Tagen lang sein. Der früheste 1. Advent kann der 23. November sein und der späteste 1. Advent kann auf den 3. Dezember fallen. Immer einen Sonntag vor dem ersten Advent wird mit dem Totensonntag an die nicht mehr unter uns weilenden lieben Mitmenschen ganz besonders gedacht. Die Gräber werden für die kommende Winterzeit mit Blumen bepflanzt oder mit Reisig abgedeckt. Der Totensonntag wurde von König Friedrich Wilhelm III. im Jahr 1816 eingeführt und soll an die Kriege gegen Napoleon erinnern.

Der erste Adventssonntag läutet die Weihnachtszeit ein. Spätestens an diesem Tag wird die Wohnung mit Weihachsdekorationen verschönt, Räuchermänner und Engel verzieren das Wohnzimmer. Mit Räucherkerzen wird ein weihnachtlicher Duft in die Wohnung gezaubert. Zur Weihnachtszeit gehört auch der Adventskalender, welcher immer mit dem 1. Dezember beginnt. Der Adventskalender entstand im 19. Jahrhundert. Besonders die Kinder zählten die Tage, bis der Weihnachtsmann vor der Tür steht. Anfangs waren kleine Bilder hinter den Türchen versteckt, heutzutage wird die Zeit mit kleinen Süßigkeiten verkürzt.

Die Adventszeit im Erzgebierge

Eine besondere Tradition hat die Adventszeit im Erzgebirge. Nach dem Ende des Erzabbaues sahen sich die Menschen nach einer neuen Erwerbsquelle um. Bäume gab es genug, so entwickelte sich langsam das Handwerk des Schnitzens. Tausende erzgebirgische Figuren stehen heute weltweit in den Haushalten und versetzen die Menschen in eine weihnachtliche Stimmung. Im Laufe der Zeit hat die Industrie die Adventszeit für sich entdeckt. Schon im Sommer beginnt die Produktion von Weihnachtsmännern aus Schokolade. Ein riesiger Industriezweig ist nur mit der Produktion von Weihnachtsartikeln beschäftigt, um uns in der entsprechenden Zeit damit zu beglücken.

Unverzichtbar sind in der Adventszeit die Weihnachtsmärkte. Der älteste Weihnachtsmarkt, auch Striezelmarkt genannt steht in Dresden und besteht schon über 570 Jahre. Andere Städte und Gemeinden haben nachgezogen und wollen unter dem weihnachtlichen Flair die Besucher in entsprechende Stimmung versetzen und zum Kauf zu animieren. Weihnachtliche Klänge und Düfte machen es den Händlern recht leicht. Ein Kinderprogramm und der Auftritt des Weihnachtsmannes lässt alle Kinderherzen höher schlagen und die Erwachsenen denken an ihre Weihnachtszeit als Kind zurück.