Weihnachten im britischen Königreich

Das Weihnachtsfest in England geht geschichtlich bis zur Zeit König Arturs zurück. In jedem Jahr – während der heutigen Weihnachtstage – feierte er ein großes Fest mit köstlichen Speisen und Trank sowie Auftritten von Künstlern. Königin Viktorias Ehemann stammt aus Deutschland. Er brachte die Tradition, zu Weihnachten einen schön geschmückten Tannenbaum in der Wohnung aufzustellen, in das britische Königreich.

Weihnachten in England heute

Auch in der heutigen Zeit ist Weihnachten für die Menschen in England ein ganz besonderes Fest. In der vorweihnachtlichen Zeit singen vor allem die Kinder viele besinnliche Weihnachtslieder zu Hause mit ihren Eltern, mit ihren Klassenkameraden und in den Kirchen.

Erwachsene und Kinder ziehen in der Weihnachtszeit, sobald es dunkel wird, singend durch ihren Wohnort. Auf der Insel werden Wohnungen mit Lorbeer, Misteln und Stechpalmen sowie roten Sternen und farbenfrohen Girlanden aus Papier in vielen Variationen geschmückt.

Der Mistelzweig soll Glück bringen und wer unter ihm steht, der darf geküsst werden. In vielen englischen Wohnungen hängt zu Weihnachten eine Wäscheleine, an der Weihnachtskarten befestigt sind.

Der Heiligabend

Einen klassisch besinnlichen Heiligabend wie aus Deutschland gewohnt, gibt es in der Form in Großbritannien nicht.

Die Menschen feiern in die Weihnacht hinein – Kinder und Jugendlichen maskieren sich und tanzen und toben vor lauter Vorfreude – kleinere Feuerwerkskörper werden gezündet.

Wie auch in Deutschland besuchen viele Briten die heilige Messe in der Kirche – Gedenken Familie und Freunde.

Am Abend hängen die Kinder selbst gestrickte Strümpfe auf, in die Santa Claus viele Geschenke legen soll. Wer nicht selbst strickt, bekommt statt Geschenke eine Rute in seinen Strumpf.  Nun heißt es noch einmal schlafen bis zur Bescherung.

Die Bescherung

Wenn alle müde ins Bett gefallen sind, verstaut Santa Claus die vielen Geschenke auf seinem großen Schlitten – die Rentiere davor gespannt und los geht es von Dach zu Dach. Santa Claus klettert durch die Schornsteine und füllt die Socken mit schön verpackten Überraschungen.

Was nicht hinein passt, legt der Weihnachtsmann unter den Socken – so dass am Morgen des 25. Dezember die Geschenke ausgepackt werden können. Die Kinder spielen ausgelassen und probieren die neuen Sachen an.

Zum traditionellen ausgiebigen Festmahl werden Truthahn, Fleischpasteten und andere leckere Sachen serviert. Als Dessert gibt es dann Plumpudding, der einem Napfkuchen ähnlich ist. In einen Plumpudding gehören Mehl, Eier, Zucker, Rosinen, Korinthen, Sultaninen, Nüsse, Nierenfett  und natürlich Gewürze.

Es ist Tradition, im Plumpudding eine Silbermünze zu verstecken.

In England ist das Weihnachtsfest ähnlich wie bei uns ein Fest des Friedens – ein Fest der Besinnung und der Familie.